|
|
Westfälische Rundschau, 08/04
Wenn der Wirbel ausgerenkt ist: Druck statt Ruck
/ Heilpraktiker Niehus informiert über Therapie im Bürgerhaus
Methler
Dorn-Methode: Erfolgsgeschichte begann mit Hexenschuss

Daniel Niehues (re.) mit dem Erfinder der Therapieform
Dieter Dorn. (Foto: privat)
Kamen-Methler. Ein Informationsabend über die
"Dorn-Methode" beginnt am Mittwoch, 1. September, um 19
Uhr im Bürgerhaus Methler. Der Methleraner Heilpraktiker Daniel
Niehus, der über diese Therapie informiert und den Unterschied
zur Chirotherapie, dem Einrenken, erläutert, kennt Dieter Dorn
persönlich.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen sind nach Mitteilung des
Veranstalters aber unbedingt notwendig: Tel: 02307 / 36 81 82.
Daniel Niehus: "Die Dorn-Methode ist benannt nach Dieter Dorn,
der die Therapie quasi aus sich selbst entwickelt hat. Es ist sicherlich
eine der besten Alternativen zur Chiropraktik. Im Gegensatz zur
Chiropraktik bei der man mit einem Ruck arbeitet, um den Wirbel
wieder einzurenken, arbeitet man hier mit gezielter Drucktechniken
und einer Bewegung, die der Patient selbst ausführt, quasi
eine Mischung aus Akupressur, obwohl hier keine Akupunkturpunkte,
sondern mehr Knochen gehalten werden, und ein bisschen Physiotherapie.
Und der Wirbel ist wieder drin. Damit der Wirbel auch drin bleibt,
bekommen die Patienten immer einen Hausaufgabenzettel mit nach Hause,
damit sich der Körper auch angemessen umstellt. "
Dorns Erfolgsgeschichte beginnt mit einem Hexenschuss Dieter Dorn,
ein Sägewerk-Betreiber in Lauterach bei Memmingen, wollte einen
Baum hochheben - da kam er selbst nicht mehr hoch. Hexenschuss!
Da kam dem Allgäuer der alte Schloßbauer aus dem Nachbardorf
in den Sinn, über den er am Stammtisch gelacht hatte. "Schlimmer
kann es eh nicht werden", dachte sich Dorn und machte sich
auf zum "Knocheneinrenker", der schon auf die 80 zuging.
Der renkte aber gar nicht, sondern Dorn musste mit dem Bein schlenkern,
während der Alte mit wenigen Handgriffen den Wirbel reindrückte.
Geradeso, wie er´s bei einer alten Bäuerin im Kemptener
Umland gesehen hatte, die immer das Vieh "eingerichtet"
hat - und die Dienstboten dazu. Auch beim Sägewerkbesitzer
Dorn war der Schmerz im Nu weg, und er konnte gleich wieder seine
schwere Arbeit tun. Verblüfft fragte er, ob man so etwas lernen
könne. "Du brauchst es nicht lernen, Du kannst es",
war die Antwort. Der Alte forderte Dieter Dorn auf, mit dieser Methode
weiterzuarbeiten, da er selbst nicht mehr lange leben würde.
Dorn blieb tatsächlich keine Zeit mehr, in die Lehre zu gehen,
denn vier Wochen später lag der Schloßbauer schon krank
danieder - und starb kurz darauf.
Doch die Sache ließ Dorn keine Ruhe. Sein Interesse war geweckt.
Mittlerweile praktiziert er seit über 30 Jahren, macht aber
heute immer weniger, da er nur noch wenig Zeit dafür findet.
|