Im Oktober fanden in der Naturheilpraxis Niehues
kostenlose Infoabende zur Blutegeltherapie statt. Vorurteile wurden
aus der Welt geschafft und die Krankheiten erläutert, bei denen
die Blutegeltherapie helfen kann. Bereits 1000 v. Chr. sind Sanskritaufzeichnungen
bekannt, in denen die Zucht und Anwendung von Blutegeln erklärt
wird. Blutegeltherapie war ein großer Bestandteil der Ayurveda
Medizin. 400 v. Chr. schrieb Hippokrates über die kleinen Helfer.
1850 wurde in Frankreich die Blutegeltherapie stark überarbeitet.
Hier wurden 100 Millionen Blutegel eingeführt. Nicht selten
setzte man bis 80 Tiere in einer Sitzungen. Dass es da zu ernsten
oder sogar tödlichen Zwischenfällen kam, ist also kein
Wunder. So viel kurz über die Geschichte.
Die Blutegeltherapie ist besonders gut geeignet bei Patienten mit
Arthrose, Tinnitus oder Krampfaderleiden, jedoch hilft die Therapie
auch bei Schleimbeutelentzündungen, Fisteln und anderen Entzündungsherden.
Die Therapie selbst dauert ca. zwei Stunden, da im Schnitt der Biss
des Blutegels so lange dauert. Man wartet nämlich einfach,
bis er voll ist und satt abfällt. Anschließend ist durch
den Speichel des Blutegels das Blut flüssiger, so dass die
Wunde etwas länger noch nachblutet. Deshalb ist die Blutegeltherapie
nichts für Marcumar-Patienten. Meist ist nur eine Behandlung
nötig, um akute Schmerzen zu lindern oder die Ohrgeräusche
erträglich zu machen. Es sind nämlich wahre Wundertiere
- die so genannten "kriechenden Apotheken".
Heilpraktiker
Daniel Niehues
Telefon: (02307) 36 81 82